Winterapokalypse..
28.Jan.2010 | 14:41 Uhr
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..im Ruhrpott. Ich muss zugeben, ich habe mir bei diesem Post wiedermal Zeit gelassen. Es war einfach zu viel los um einfach mal drauflos zu tippseln, wenn auch die Bilder schon seit einem Weilchen aufm Server liegen. Aber gut, kommen wir zum Programm – jeder der die anderen Berichte von unseren Forentreffen gelesen hat oder gar dabei war, kann sich ja denken, daß hier wieder eine sinnfreie Lobpreisung schwachsinnigen Verhaltens in der Öffentlichkeit kommt. Für all die anderen mal zusammengefasst folgendes Programm, wie sowas bei uns abläuft, oder genauer – wie es sich diesmal darstellte:
1. Wir treffen uns pro Karre an einem Punkt und tigern los Richtung Fabian. Für gewöhnlich mach ich hier das Licht aus, vor allem weil ich mich ungern hetzen lasse. An diesem Tage kam übrigens das vielversprechende Paket mit den aufblasbaren Piratensäbeln. Schön das, man konnte sie zwecks abendlicher Unterhaltung den Beisitzenden um die Ohren ballern.
2. Das bereits organisierte Fresserchen wird zubereitet und wir geben uns dem Met, den Likören und anderen mitgebrachten Köstlichkeiten hin. Dabei wurde natürlich über billigen chilenischen Rotwein und ekligen Hopfenmet sinniert und debattiert.
3. Nach einem sehr geselligen und eindeutig prozentigen Abend werden am Morgen die Knochen aufgesammelt und es wird Kaffee drübergegossen. Einige Herrschaften entsorgten was auch immer in ihren Mundhöhlen verstorben war und fönten sich die Haare trocken mit gepflegtem Stahl.
4. Dann ist es an der Zeit die Öffentlichkeit mit unserer Anwesenheit zu belästigen, und das bedeutet: wir gehen einkaufen! Alle! Laut und haarig wie wir sind!
[Anm. d. Autors: Das bewusst demonstrierte schlechte Benehmen und die dummen Sprüche sind seit jeher bei diesen Treffen Tradition und stoßen nicht nur hartgesottenen Samstagsshopping-Hausfrauen, sondern auch abgebrühten Rentnerpärchen und Singleküche-betreibenden Wanderbörsianern auf. Wir könnens IMMERNOCH!]
5. Es werden natürlich die üblichen Perversionen eingekauft. Jede Menge “Hijo de Putin”, dazu Käsesorten und natürlich schwachsinniger Tand und Trödel. Leider ist uns dieses Mal in keinem der Märkte in dem wir waren eine zünftige Fleischtheke über den Weg gelaufen, die es sich zu fotografieren gelohnt hätte. :-/
6. Es gab wieder mal Nudelpfanne á la Russian Navy zu Middach und die Grillvorbereitungen (dieses Mal mit enorm viel Feta) wurden getroffen.
7. Einige Partien Munchkin ließen sich natürlich auch noch dazwischenschieben, aber irgendwie hatte nur die Hälfte der Belegschaft wirklich Lust dazu.
8. Dann begab sich Verwirrung: Oben hockten die Leuts und warteten bis die von unten hochkamen, unten hockten die Leute und warteten bis die von oben (wie sonst immer) runterkamen. Diese Verwirrung war jedoch löslich in diversen mal mehr, mal weniger starken Getränken und so ging es halt etwas hin und her.
9. Fabian hatte sich besonders mit den Piratenpistolen angefreundet, während Jessi sich mit dem Mandarinenlikör sehr ausgiebig beschäftigen konnte.
10. Ich hatte dummerweise nur die Ersatzkamera mit, daher ist die Bildqualität leider unter dem entsprechenden Niveau gelandet und die “James Bond 3D Shooter Simulation” die ich gedreht habe, hats nicht so gebracht. Die versuche ich aber nächstes Mal glatt nochmal.
Ich denke die Bilder sagen mehr als ich hier mir aus den Fingern saugen könnte – es war ein tolles Wochenende, wenn auch viel zu kurz. Einige Krokodilsränen nach dem Kaffee am Sonntag ging es nämlich leider auch schon gen Heimat. Aber die Umstellungen in der Bude haben ziemlich gerockt – nicht nur, daß sich Sabine nicht mehr über eine bedrohlich über ihr baumelnde Zitrone beschweren konnte wenn sie wach wurde, nein – sogar die ganzen Sofas waren urgemütlich, nicht nur zum drauf couchen, sondern auch um auf ihnen zu nächtigen. Allemal besser als mein improvisiertes Stühlerücken von letztem Mal, was ich mir aus Lautstärke- und Komfortgründen angetan hab.
Auf ein neues!
Hail to the Kingdom of Steel!
Brother Arnoc
Bilder des Treffens:
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Jethro Gibbs, M.D.
17.Jan.2010 | 13:35 Uhr
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I feel home..
13.Jan.2010 | 14:32 Uhr
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Je mehr sich ändert..
10.Dez.2009 | 16:16 Uhr
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..desto weniger bleibt gleich. Ich habe vor ein paar Tagen den Umstieg von WinXP auf Win7 gewagt und zeitgleich meine 9.04er Kubuntu auf 9.10 aufgewertet. Win7 ließ sich problemlos installieren, aktivieren und updaten, war auch nicht anders zu erwarten – so lange wie MS sich schon mit Installationsroutinen, Aktivierung und Updates befasst, hätte mich alles andere enttäuscht. Doch dann kam das Grausen. Das Grausen kam heimlich, still und leise. Und blieb. Es war einfach nicht mehr möglich der Maschine einen Ton zu entlocken, egal was ich versuchte – sie blieb still. Natürlich hatte sie für den HDMI-Ausgang die aktuellen Treiber runtergeladen (so automatisch, wie man es eigentlich nur von Linux gewohnt ist), beschwerte sich dann aber, daß meine Lautsprecher nicht angeschlossen waren. Nun – das waren sie auch nicht. Nicht am HDMI. Ich hab ein 5.1-System hier, ganz klassischer Natur, aus dem Hause Teufel – alles funktioniert und bei der Linuxinstallation lief der Sound out-of-the-box. Also kein Kabelfehler, kein Anschlussfehler – nein, schlicht ein Missverständnis zwischen meinem OS und der Hardware. Und das sagt uns: Die Treiber sind schuld!
Wie nach jeder Winstallation muss man die AC97 Treiber von Realtek draufschmeißen, sonst läuft da garnichts. Da hängen die also auch hinterher. Können die denn nicht wenigstens RICHTIG klauen, wenn sie es schon so offensichtlich tun? Wie auch immer – ich besorgte mir die aktuellen Treiber, packte sie aus – und wie man so oft beim Auspacken feststellt – ist nicht das drin was man erwartet hat. Denn anstatt einem kompatiblen Treiber, signiert und zertifiziert, musste ich mich mit Realteks ZIP-Päckchen und Setup.exe begnügen die dann auch gleich begonnen hat bei Windoof einen Treibersignaturfehler zu verursachen. Das alleine ist ja nicht so schlimm, aber WAS ABSOLUT NICHT ANGEHT (!!!!1!11!!) ist, mit zwei riesige Buttons unter die Nase zu setzen: Auf dem einen steht “Dann lieber nicht” und auf dem anderen “Ist mir wurscht”. Und wenn man auf den zweiten klickt – dann passiert GARNICHTS! Verdammt – ja, die haben in ihrem neuen Flaggschiff, ihrer Thronerbin unter den MS-Systemen, einen verdammten Knopf der so dick ist wie mein Handy und wenn man draufdrückt geschieht NICHTS..! Rein Garnichts! Die beiden tauchen einfach so lange wieder auf bis man den anderen drückt. ARGH!!!
Aber gut – abregen und Lösungen suchen. Probiert die Settings über gpedit.msc zu editieren, da die Treiberwarnung zu deaktivieren -> nichts passiert, trotzdem wieder das selbe. Nächster Ansatz war, mit dem “bcdedit /set loadoptions DDISABLE_INTEGRITY_CHECKS” im Admin-Mode in der Konsole (wieso auch immer die das so kompliziert machen mussten) einzugeben – das hätte bei Vista geklappt, bei Win7 angeblich auch – aber Fehlanzeige! Der nächste Versuch zielte auf die F8-Bootoption ab ohne Treiberchecks das System hochzufahren und dann zu installieren. Und ratet mal?! Richtig. NICHTS!!! Relativ frustriert, daß ich nicht doch ein halbes Stündchen Gothic 3 vorm Schlafengehen zocken konnte, loggte ich mich wieder in mein Lieblingsbetriebssystem und ärgerte mich zum zweiten Mal an dem Tag über meinen fehlenden Amarok.
An sich ist natürlich – vor allem bei freien Projekten – nichts dagegen zu sagen, wenn ein Entwicklerteam die Arbeit am 1.4er einstellt und sich fieberhaft auf die 2.2.1er Version einschießt. Hätte das mal gefruchtet. Der Amarok 2 den ich hier getestet habe war z.T. noch schlimmeren Zustandes als kurz nach dem RC. Ich frage mich, warum es nicht möglich war einfach ein .deb-Paket irgendwo ins Netz zu schmeißen mit dem alten 1.4er, solange der neue Audiowolf nicht in der Lage ist ID3-Tags und Audiobibliotheken richtig zu erfassen, stabil Playlisten wiederzugeben und all den anderen Kram zu tun, den ein Audioplayer eben so machen sollte. Als ich mich im Amarokforum umgeguckt hab, gab es zu dem Thema nur 2 Antwort-Arten seitens Entwickler. Das eine war ein “Was willst Du denn, bei mir geht doch. Nein, wir wollen mit dem alten nix machen.” und das andere ein “Aha, wo genau, welche Fehlernummer, welche Distribution hast Du, benutzt Du KDE, wenn ja – welchen genau?” – und ich muss zugeben, für frustrierte User die gerade die Xte nur schleppend und scheppernd funktionierende Version ihres Lieblingsplayers versuchen zum laufen zu bekommen ist die Art von Antwort nicht gerade hilfreich. Als ob die Unterschiede zwischen 9.04 und 9.10 so gigantisch und unüberbrückbar wären mit einem Dutzend Codezeilen und nem “make” Befehl.
Wie dem auch sei, ich habe mich entschlossen wieder auf die 9.04er umzusatteln. Es bringt nichts, Fortschritte zu ergreifen und zu forcieren und auszuprobieren, wenn man noch nicht ganz klar hat warum und vor allem was für einen praktischen Sinn das haben soll, wenns einem Nachteile verschafft. Gruß an Tzench an dieser Stelle. Warten wir es ab, vielleicht gibts bald wieder was, was einen aus den Socken haut aber bis es soweit ist hab ich lieber ein System auf das ich mich verlassen kann und das wenig Schnickschnack hat. An der Stelle hab ich auch mal kurz mit dem GNOME geliebäugelt, den ich ja von meinem Netbook aus kenne – aber das ist mir dann fürs alltägliche dann doch zu weit von meiner Arbeitsroutine entfernt. Genauso wie ich mich mit den Einschränkungen und der mangelnden Übersichtlichkeit in Win7 nicht wirklich anfreunden werde um täglich damit arbeiten zu müssen (von wollen kann da keine Rede sein – dafür bin ich nach mittlerweile über zwei Jahren Linuxerei schon zu weit entfernt.
Edit: Ich hab es – wie es mir Linux nahelegte – mit den C-Media Treibern probiert und das hat irgendwie dazu geführt, daß ich jetzt Sound habe. Das macht das ganze an sich nicht wesentlich besser, aber wenigstens kann ich die Version für das nutzen für daß ich wollte: zocken, wenn ich mal bock hab.
Übrigens, ein leckeres Rezept für ein Festmahl zwischendurch: Hähnchenfilet-Röllchen in Kräutersahnesoße. Das war sogar so lecker, daß ich es erst gegessen habe und dann feststellte “Mensch, das hättest Du aber auch abknipsen können, so hübsch wie das war!” Das ganze bedarf natürlich etwas Vorbereitung, ist aber vom Aufwand weniger als es sich beim Lesen vermuten lässt. Man braucht zu allererst:
- 450 g Hühnerbrustfilet
- 300 ml Schlagsahne
- 10 Scheiben Schwarzwälder Schinken
- 2 Tassen Basmatireis
- 3 EL Olivenöl
Gewürze (8:6:4:2:1)
- ganze Meersalzkristalle
- Pfefferkörner
- Thymian & Rosmarin
- Knoblauch
[ Phase I ]
1. Filet in 10 ca. gleichgroße Streifen schneiden
2. Gewürze in einem Mörser vermengen und zermahlen
3. Sahne in eine Schüssel geben und Gewürze einrühren
4. Filetstücke in der Soße versenken & für 5-6 h ziehen lassen
[ Phase II ]
1. Die Schinkenscheiben auslegen und die Filetstreifen einrollen
2. Den Reis zubereiten (Standardprogramm, Reis zu Wasser 1:2)
3. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen
4. Eingewickelte Filetstücke bei leichter Hitze (50%) im Wenden braten
[ Phase III ]
1. Wenn das Geflügelfleisch durch ist, Hitze drastisch erhöhen bis der Schinken leicht kross wird
2. Dann die Sahne mit den Kräutern darübergeben und Hitze wieder senken
3. Nach wenigen Minuten die Filetstreifen auf dem Reis anrichten und mit Soße übergießen.
4. FERTIG!
Getränkeempfehlung:
Ein trockener Weißwein, aber nicht zu leicht oder ein Portwein, wenn man das Aroma des Schinkens besser betonen möchte. Nichtalkoholische Alternative wäre ein leicht gezuckerter gekühlter Hibiskustee (Karkadeh/Ägypten) mit einigen Eiswürfeln und einer dünnen Zitronenscheibe.
Ich wünsche guten Appetit!
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Gelegentliche Schübe..
7.Dez.2009 | 22:31 Uhr
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Mein Linuxpost..
4.Dez.2009 | 15:55 Uhr
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..ist schon lang überfällig. Ich arbeite jetzt seit gut und gerne zwei Jahren mit Linux – im Speziellen mit Kubuntu, der KDE-Betriebenen Variante vom sonst mit dem GNOME laufenden Ubuntu. Und nach einigem hin und her, sprich also gesammelter Erfahrung, trag ich in diesem Post mal das an Handhabungswissen zusammen, was ich mir als Einsteiger und Anfänger mühsam zusammenkratzen durfte. Einige der Fetzen die hier auftauchen werden entstammen auch diversen Foren und wurden von mir hierfür aufbereitet. Was hier zu Programmen und Einstellungen steht spiegelt aber im Grunde meine Sicht aufs Ganze und meine Methoden wieder und soll nur ein paar Lösungsansätze liefern, ich übernehme keine Haftung für kaputte Systeme oder sonstig verwuselte Einstellungen.
Ich muss immer wieder an die Zeit zurückdenken (und als Neuling in der Linuxwelt komme ich mir komisch nach 2 Jahren einen Satz so zu beginnen) als man die Grafikkartentreiber mühsam per Hand in die xorg.conf eintragen durfte, Dinge nicht auf anhieb liefen wie sie sollten, man Laufwerke per Konsole einhängen musste und vieles derart mehr – und bin sehr froh was wir mit der 9.04 version mittlerweile haben: Ein stabiles, modernes und nutzerfreundliches System, daß schnelles und freies Arbeiten mit dem Rechner ermöglicht. Aber ich fange für die Querleser vielleicht noch weiter hinten an:
Was ist Linux?
Linux ist in meinen Augen mittlerweile ein Sammelbegriff für UNIX-Stämmige (freie) (opensource) Betriebssysteme. Wer möchte, kann sich die unglaubliche Vielzahl an Derivaten gern bei Wikipedia angucken – da gibt es das Arch-Linux für die Leute mit Abneigung gegen Interfaces, das Ubuntu für die mal mehr mal weniger geübten Quereinsteiger, Mandriva, Red Hat, Fedora Core, SUSE und viele mehr. Was geschichtlich für meine Lieblingsversion relevant ist zu wissen: Ubuntu entwickelte sich aus Debian heraus. Mittlerweile ist es das kompatibelste und (soweit getestet) einfachst zugängliche Betriebssystem der Pinguinwelt.
Was ist die Philosophie von Linux?
Ich bin natürlich nicht in der Position hier irgendwelche verbindlichen und omnivalenten Äußerungen zu machen, aber so wie ich bisher die Leute in den Foren erlebt hab, den hilfsbereiten Support in jeglichem Umfang, die verschiedenen Nutzer – ist mir eines klar: Wer Freiheit will, wird mit Linux gut fahren. Es geht hierbei nicht nur um kostenfreie Software in Form eines Betriebssystems, sondern viel mehr um eine Art gemeinsamen Arbeiten an und gemeinsames Erleben von einigen noch nicht ganz klar definierten Rechten eines jeden Menschen im Informationszeitalter – dem Recht mit der Technik gut, sicher und zuverlässig zusammenarbeiten zu können und dem Recht sie möglichst effizient, nutzbringend und fortschrittlich einzusetzen. Denn jeder Nutzer wird, früher oder später entweder jemandem über Linux erzählen, der es noch nicht kennt – einen Beitrag schreiben, der anderen Nutzern hilft – einen Comment hinterlassen weil irgendwo ein Error aufgetaucht ist – verschiedene Programme testen, bewerten und durch Verbreitung oder durch das drücken des Paypal-Spendenbuttons fördern. Es ist ein selbstläufer, der auf genau diese Art und Weise den Teilnehmenden etwas zurückgibt, nämlich den Support einer ganzen Community. Man ist mit keinem Problem, daß man hat, der erste und es gibt fast immer jemanden der einen Workaround gefunden hat. Reichlich altruistisch das ganze. Funktioniert aber genau so. In einer Zeit, wo Lizenzen hunderte von Euro kosten, wenige Megacons den Markt für Betriebssysteme dominieren und die amtierende Generation von Computerkennenlerner immernoch denkt “gut kann nur sein was Geld kostet” ist Linux gefragter denn je. Sicherheitslücken werden schneller gefunden und direkt gekillt, Ideen zeitnah umgesetzt und in Gedankenpools vorangetrieben. Und nutzen kann, darf und soll die freie opensource Software jeder, denn davon lebt sie. Aber genug, ich glaube die Message kam an – wen dieses Thema noch tiefer interessiert, kann sich ja mal reinlesen.
Für wen ist Linux geeignet?
Prinzipiell für jeden, der am Computer zu tun hat. Zugegeben, die Spieleindustrie und so spezialanwendungen wie CAD und Co. sind dank der bislang gefahrenen Politik diverser Konzerne im Linuxsektor nur bedingt vertreten (wobei die meisten älteren Anwendungen mit WINE mittlerweile zum Laufen gebracht werden können und Cadega gibt es ja auch noch), aber sowohl Office-Anwendungen, Grafikbearbeitung, Audio- und Videoschnitt, Datenmanagement als auch die gesamte Fülle des Internets kommt unter Linux zum Einsatz. Das heißt im Grunde, daß diejenigen die nur zocken wollen oder nur am Rechner hängen, um CAD zu nutzen die einzigen sind die dem nix abgewinnen können – und selbst die können ihr altes Betriebssystem behalten und sich über Wubi (ein Linux-Als-Windowsprogramm-Installator) die Virtualbox OSE (eine Virtuelle Maschine die verschiedene Betriebssysteme in einem Fenster laufen lassen kann) oder mit einer Live-CD (Bootfähige CD mit vollem Umfang) einen Eindruck davon verschaffen, was Linux für sie bereithält. Und wems gefällt – der braucht sein altes System nicht wegschmeißen, er kann sich am Anfang aussuchen was gebootet werden soll – man kann nur gewinnen.
Wie bin ich auf Linux gekommen?
Es kam an dem Tag wie es früher oder später immer kommt: Ein Systemabsturz im Windows, keine Rettung mehr durch irgendwelche obskuren Versuche meinerseits das System wieder in Gang zu bekommen und die Suche nach einer Möglichkeit für Datenrettung. An genau dieser Stelle kam Knoppix ins Spiel – selbiges war für genau solche Fälle ausgelegt und ließ sich auch perfekt von CD starten, ich konnte intuitiv alles finden, sichern, runterbrennen und die Datenbestände aus dem Dreck ziehen. Schnell, sicher, unkompliziert. Das hat mich beeindruckt. Einige Monate später erzählte mir Kosta von dem Linux, daß er nutzte und wir quatschten ein bißchen darüber. Ich hatte noch immer meine Vorurteile, die aus der Zeit stammten wo man jeden Treiber noch per Hand kompilieren musste und erstaunlich wenig Ahnung wie weit entwickelt das alles mittlerweile war. Also entschloss ich mich, ein bißchen was auszuprobieren und fand immer mehr gefallen dran. Linux wird dir nicht sagen “Zugriff verweigert! Kontaktieren Sie den Administrator, wenn das Problem wieder auftritt.” – denn die Kiste macht was ihr gesagt wird und wenn man root ist, sprich der Gottkönig und Alleinherrscher des Systems mit dem Zaubermacht(pass)wort bestückt, kann man alles und darf es auch. Ob man es sollte, steht natürlich auf einem anderen Blatt. So hab ich es geschafft mir damals eine externe Festplatte zu killen, als ich “mount … -force” eingegeben habe und mit dem Force-Befehl sämtliche Warnungen überbrücken konnte. Was ich nicht wusste: Hätte ich die Logfile der Festplatte mit den ntfs3g-tools geleert, wär das auch ohne gegangen. Aber diese Art Laufwerke ans System anzugliedern ist auch schon einige Distributionen her. Ich glaub irgendwann bei der 7.10er oder so war das. Heute ist alles Plug’n'Play. Naja, so tastete ich mich heran und da ich fast jeden Tag vor dem Rechner sitze, ist Erfahrung nur eine Frage der Zeit.
So viel zu meiner persönlichen Vorgeschichte mit und um Linux. Ab hier kommen die Klassiker, die Probleme die jeder irgendwann hat und jeder irgendwann löst oder umgeht. Nicht alphabetisch, nicht chronologisch, nicht nach dringlichkeit oder Programmsortiert, sondern einfach mal nach Gefühl.
Basics:
Born to be root: Wenn Du willst, daß was passiert hau auf den Tisch! Wenn Du willst, daß die Kiste macht was Du sagst, beginnst Du Deinen Befehl mit “sudo” oder gibst “sudo -i” ein, damit der Rechner auch weiß wer da vor ihm sitzt und daß widerrede sinnlos ist. Wenn man im KDE arbeitet, mit Hilfe von Ausführleiste “Alt + F2″ heißt der Superuser-do-Befehl dann “kdesu” – besonders nützlich, wenn man Kate darum bitten will eine File zu öffnen die im Systemordner klebt und die man bearbeiten können soll. Nett veranschaulicht hat XKCD die sudo-command hier.</p>
Know where to get it: Pakete haben Quellen und wenn Du was installieren willst über die übliche “apt-get install“-Technik und er nichts findet, kann es sein daß es aus Lizenzgründen nicht in der Starterpackung der Paketquellen enthalten ist. So ist es zum Beispiel mit dem Medibuntu Multimedia Keyring, mit diversen Codecis und anderem Zeug. Mit Amarok 1.4 (die alte aber immernoch deutlich bessere Version des legendären Musikplayers) verhält es sich seit 8.04 ähnlich. Bei Kubuntu 9.04 muss man zum Beispiel mit “kdesu kate /etc/apt/sources.list” die Liste mit den Paketquellen um die Launchpad-Adressen “deb http://ppa.launchpad.net/bogdanb/ppa/ubu
I talk this strange tongue of thine: Wir hatten gerade ja schon diverse Lizenzgeschichten angesprochen – wie zum Henker bekommt man WMA-Dateien zum laufen? WMA sind eigentlich der Urbegriff von Windowsdateien mit Audio-Hintergrund. Und das kann Ubuntu normalerweise nicht auf Anhieb. Aber es gibt da diese eine Paketquelle die weiterhilft: “deb http://packages.medibuntu.org/ hardy free non-free“ – also ab damit in die Quellenliste und dann das Paket “medibuntu-keyring” installieren – Tadaaa! Ach ja, was man übrigens noch bei Quellen beachten sollte – die Version die man hat (in diesem Fall gerade Hardy Henron aka 8.04) ggf. anpassen – nicht einfach nur Copypasta kochen was in irgendwelchen Boards oder Blogs steht, immer mit einem wachen Auge dabeibleiben!</p>
Cooking terminal Copypasta, it’s delicious: Und wo wir bei Kopieren und Kommandozeile sind, mit einem einfachen Ctrl+V ist es in der Konsole nicht getan, damit könnt ihr das Terminal nur wenig beeindrucken. Was ihr an der Stelle benutzen solltet ist Shift + Einfg. Was die Konsole generell angeht, hab ich meinen Favoriten gefunden – es ist “yakuake”. Eine Quake-Artige Konsolenumgebung die sich wie eine Spinne von der Decke herabseilt. Diejenigen von Euch die sich noch an Quake 1 erinnern wissen sicher noch was das damals für eine Neuerung war direkt im Spielgeschehen dieses Schätzchen an der Hand zu haben. Ich kanns jedem nur empfehlen – bei mir liegts außerdem auf F1, damit ich mich nicht ständig mit der Hilfe rumschlagen muss die der Rechner aufruft wenn ich ausversehen an die Taste komme.</p>
Alien Invasion ain’t always bad: Es gibt die unterschiedlichsten Möglichkeiten Programme zu installieren. Die zwei verbreitetesten nach der Installation aus der Aptitude heraus, war die Nutzung sog. Fertigpäckchen. Der Red Hat Paketmanager ist der Grund für das gehäufte Auftreten von .rpm Dateien und die andere, Ubuntu nähere Möglichkeit ist eine Debian-Intallationsdatei, üblicherweise mit .deb am Ende. Beide Typen finden sich in Sammlungen auf rpmSeek, einer Suchmaschine für solche Pakete und mittlerweile ist es normal, daß man sie einfach öffnen kann. Früher gab es ein Programm namens “alien”, welches aus einer Vielzahl verschiedener Pakete ein .deb machen konnte und es somit an die Routine des Ubuntu angepasst hat. Außer diesen bin ich auch schon mal über .bin Installationsdateien gestolpert – diese kann man in ihrem Ort mit dem Befehl “sudo chmod -x datei.bin” vorbereiten und im Anschluss mit dem Aufruf inklusive Pfad “sudo sh /home/nutzername/Desktop/datei.bin” in Betrieb nehmen. Was für mich nach Jahren immernoch recht rätselhaft ist, sind die sogenannten Tarballs – gepackte .tar.gz Archive, die den Quellcode des Programms enthalten. Diese muss man kompilieren mit “./configure“, “make” und “make install” – oder so ähnlich. Ganz raus hatte ich es noch nie, was das betrifft. Wobei das laut dem Output der Config damit zusammenhängt, daß mir manche Development-Tools zum Kompilieren fehlen. Hat bisher nur ein Mal geklappt und mir nicht wirklich weitergeholfen, also schaut da am besten woanders wenn ihr es genau wissen wollt.</p>
Know where to get it – Part II: Wem die Optik und Handhabe so noch nicht reicht, kann sich jederzeit unter kde-look.org und kde-apps.org umgucken – da findet man immer was zum Stöbern, Plasma-Apps, nützliche Tools, nette Icons und all den Krimskrams, der dem System den Zuckerguss verpasst.</p>
Shall I push the button: Manche Programme benötigen eine gedrückte Alt-Taste mit Klick und Co. Darunter auch Photoshop. Wenn man aber gerade am Auswahl-Abziehen ist mit dem Markierwerkzeug, ist das letzte was man möchte, daß man auf einmal das Fenster in der Hand hat. Also was tun? Bei K-Menü – Systemeinstellungen – Fensterverhalten – Fenster: die Sondertaste von ALT auf Meta setzen, damit die Windoof-Taste die Aufgaben übernehmen kann. Und schon hat man diesbezüglich seine Ruhe.</p>
What has been seen, cannot be unseen: We keine Lust hat sich von selbsgefälligen Providern DNS-Zensur gefallen zu lassen und wem das Engagement der ehemaligen Familienministerin Zensursula gegen die Balalaika geht, möge sich in seine Konsole “sudo echo nameserver 213.73.91.35 > /etc/resolv.conf” eintragen und dann “/etc/init.d/networking restart” feuern. Damit stellt Ihr euren bevorzugten DNS-Server auf den Berliner Server vom CCC, der (ideo)logischerweise nicht zensiert.</p>
So, damit seid ihr schonmal gut gerüstet gegen allerhand nervtötende Anfangsprobleme, die man sich entweder zeigen lassen oder ergooglen muss. Ich hoffe damit konnte ich einigen Leuten den Ein-/Umstieg einfacher machen und weiterhelfen. An dieser Stelle bedanke ich mich übrigens bei den ganzen Leuts, die selbst Tips ins Netz gestellt haben, bei denen ich Rat fand und Hilfe. Weiter so!</p>
Hail to the Kingdom of Steel!
Brother Arnoc
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Arrrrrbeiten im Hause..
26.Nov.2009 | 05:39 Uhr
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..kann manchmal recht mühselig werden. Vor allem dann wenn die Wände aus Zuckerguss und Pappmaché zusammengekleistert sind und einem warm entgegenkommen wenn man ihnen eine verpassen will. So musste ich beim Anbringen der Jalousie pokern ob die mit Mittel- und Rechtshalterung zufrieden sein würde, weil sich links am Fensterrand 2-3 cm bohren lässt wie durch Styropor, danach aber ein Stahlträger kommt. Wie ihr unten sehen könnt, hält sie aber ausgezeichnet. Das hab ich unter anderem dem Einsatz von 2-Komponenten-Harz zu verdanken. Dieses Flüssigdübel-Zeug putzt echt alles weg. Mit seiner Hilfe konnte ich zum Glück auch die ähnlich gearteten Mittelwände mit den beiden Kerzenhaltern verzieren und mit meinen beiden Vorhängen im Wohnzimmer bin ich auch sehr zufrieden.
Die Härte war natürlich das Badezimmer. Nicht nur, daß der Duschvorhand ENDLICH maßgeschneidert hält und mit Klettmeter, Haken und Stahlschnur schön variabel ist – nein, mittlerweile habe ich sogar angefangen endlich das piratige Ambiente aufzubauen, auch wenn die Tageslichtlampe den Raum in ein gespenstisches Licht tunkt wegen der Farbe. Übermorgen kommt noch eine Schatzkarte übers Klo und in einiger Zeit ein Ruderrad an die Abstellkammertür in der Mitte. Aber als nächstes sind jetzt erstmal die Türrahmen und der Flur dran. Der bekommt die Fallout/Alien/Endzeit-Atmo.
Hab übrigens auch meinem Navi mal ein Update verpasst – Firmware, OpenStreetMap Europe Kartenpack und so weiter. War eigentlich mal dringend Zeit nachdem ich in Frankreich und in Holland nicht viel damit anfangen konnte. Mal sehen ob die einige entscheidende Verbesserungen hinbekommen haben (wie z.B. das Scrollen der Textanzeige in welche Richtung man die Autobahn verlassen muss), mehr dazu nach dem Test.
Sorry übrigens wegen der fragwürdigen Bildqualität, meine Kamera ist verschwunden und ich hab mir jetzt erstmal noch nicht ganz fertig konfigurierten Ersatz geholt mit dem ich so lange leben muss, bis ich sie entweder wiederfinde oder mir was besseres einfällt.
Hail to the Kingdom of Steel!
Brother Arnoc
Ein kleiner Rundgang:
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The Conquerors Divine..
22.Nov.2009 | 16:09 Uhr
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..verabschieden sich ein weiteres Mal. Nachdem wir auf dem Swordbrothers vor kurzem den letzten Gig von Goddess of Desire in Deutschland gesehen hatten, konnten wir es noch nicht ganz glauben, daß es vorbei sein sollte. So nicht. Noch nicht. Es gab noch ein Konzert auf dem Meesterlijk Metaal 4, einen letzten Schwertstreich bevor die Göttin sich verabschiedet. Das letzte Konzert, in der Heimatstadt der Band – in Almere (NL). Nach einigem hin und her in der Planung stellten wir also eine abenteuerliche Expedition auf die Beine: Mittags von hier aus los, ca 430 km nach Holland fahren, würdig bei einigen Bier und Gegröhle Abschied nehmen und nach dem Auftritt noch direkt zurück. Das klingt für manche wie Wahnsinn. Das ist es glücklicherweise auch.
Am 21. November, um 14 Uhr standen wir unten einsatzbereit, tankten die Karre auf, schoben die Musik in den Player und gaben Gas. Raus aus der Stadt, über die bei Köln vollgesperrte A3 hoch, Oberhausen und Arnheim passierend ab ins Land deer Hoolzschuuhe, Tulpeen Windmühleen und doppelten Vookale. Die Hinfahrt gestaltete sich ganz angenehm, bis zu genau dem Punkt wo wir die Stadt erreicht haben. Ich dachte eigentlich, es wäre schon rum und ein Klacks den “De Meester” hier zu finden, den Club unseres Vertrauens, für den heutigen Abend. Weit gefehlt. Es ging gerade erst los.
Nachdem wir durch die Stadt gurkten, die übrigens entfernt an ein Industrie- und Handelsviertel erinnerte, drei Mal den Bahnhof passierten, uns in sämtlichen Kreiseln verfuhren und wahrscheinlich jede erdenkliche Verkehrsregel brachen, kamen wir vor einem Chinfood-Schuppen an und fragten dort nach dem Weg. Einer vagen Beschreibung nach folgten wir wieder durch das Gewirr der endlosen mit dem Lineal gezogenen Häuserblöcke. Abermals am Bahnhof angekommen, ging es von der anderen Seite durch die Stadt, mal hier abgebogen, mal dort, bis wir wieder vor dem Imbiss standen. Von da aus, nochmal hierher und dorthin, das ganze zog sich dann schon etwa eine Stunde, bis wir eine der Straßen gefunden haben, die bei uns auf der Liste stand und die nächste und übernächste dann auch. Und wir erblickten ein paar langhaarige in schwarzes Leder gekleidete Gestalten und wussten – da lang.
Der Club selbst ist eigentlich ganz angenehm, man kommt unten rein, hat direkt die Garderobe links und rechts den Treppenaufgang zur Halle selbst. Der Hallenraum teilt sich in den Thekenbereich, den Merchbereich und den Bühnenabschnitt. Man kommt durch den Thekenbereich zu den beiden anderen, von der Treppe aus und wenn man sich dann mit Getränken versorgt hat, kann man entweder am Rand auf schmucklosen Holzbänken platz nehmen oder sich nach vorn zur Bühne stellen. Das Ambiente ist ganz klassisch auf Live gebaut, egal ob Jazz, Rock oder Metal. Wenn man von dem Abend ausgehen sollte, war der Laden gut besucht und auch wenn das Publikum sehr gemischt war, man hatte durchaus den Eindruck die meisten wussten warum sie hier waren. Die Altersspanne zog sich von 17 – 60+ und bei dem unterschiedlichen Programm was an dem Abend geboten wurde, ist das auch durchaus nachvollziehbar.
Wer die erste Band des Abends war – nun, keine Ahnung, wir haben sie verpasst. Die zweite Band waren Jurassic Park. Die etwas betagteren Herrschaften lieferten ein klassisches Sortiment eingängiger und lockerer Hardrock’n'Roll-Songs. Die Menge in Schwung brachten sie durch die üblichen Bühnengrimassen ihres Sängers, die gelegentlichen Mitsingeinlagen und nicht zuletzt dem Rose Tattoo Cover “Nice Boys”. Alles in allem hat mich das natürlich nicht so von den Socken gerissen wie die Band wegen der ich hier war, aber es hat schon gut gerockt und die anfänglich etwas mittelprächtige Stimmung bei der Ankunft gut aufgelockert.
Nach einer recht aufwendigen Umbaupause und einem etwas dusseligen “Satan Clause” folgte dann der Headliner. Nach dem traditionellen Dreischwerterstreich, eröffneten Goddess wider meines Erwartens nicht mit einem Fullspeed Track, sondern gingen es eher mittelschnell an, was sich aber recht bald änderte. Klassiker wechselten sich mit vergleichsweise neuem Material ab und fliegende Haare mit fliegenden Menschen. Jedes Mal, wenn wieder einer dieser grenzenlosen Ohrwürmer angespielt wurde, konnte man das Publikum jubeln sehen und hören. Und obwohl ich weder die Sprache kenne, noch die Gestik gut genug deuten konnte, entbehrten die Ansagen nicht einer gewissen Komik. Und wie es bei GoD eben so ist, es geht recht ruppig und ne deutliche Spur härter zur Sache als es den sanftmütigen Hammerfall-Fans lieb sein dürfte, aber das ist ja schließlich auch ne gänzlich andere Dreckigkeitsskala, was man hier zu erwarten hat. Oder ums anders auszudrücken, polierte Rüstung is hier nich, hier gibts Blut an der Klinge. Ach war das wieder schön. Das Feuerspucken. Die Flammenzungen im Hintergrund. Das Singen und Schreien der Menge. Ich werde es vermissen. Und ob ich das vermissen werde. Ich habe Goddess jetzt schon so einige Male gesehen und noch nie gabs einen Gig den sie nicht geil abgeliefert haben. Noch nie endete es anders als daß davonziehende Fans auf dem Rückweg zu Zelt oder Auto noch immer die anfeuernden Rufe von sich gaben.
Wir packten unser Zeug zusammen und kletterten ins Auto. Jetzt hieß es wieder zurückzufinden. Einige wenige Stunden später, einen ekligen Blitzer der mir mindestens einen Punkt in Flens verpassen wird und einige Kaffees später waren wir dann im Morgengrauen wieder hier. Entspannt und doch irgendwo ziemlich fertig. Zufrieden.
Hail to the Kingdom of Steel!
Brother Arnoc
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Die Wunderwelt..
13.Nov.2009 | 13:33 Uhr
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..der Technik. Die Zeit ist nicht aufzuhalten, der Fortschritt auch nicht und mit ihm kommen all die netten und (mal mehr, mal weniger) nützlichen Spielzeuge des Alltags auf. Mobilität und Flexibilität ist heute mehr gefragt denn je und in genau dem selben Zeitgeist wächst unser Bedürfnis nicht nur mehr zu können, sondern alles was wir können auch wirklich IMMER und vor allem ÜBERALL zu können. Was früher das Lesen der Zeitung aufm Klo war, ist heute das schicken von Bildern vom Oktoberfest aus dem Bierzelt, Bier für Bier den Status mittels Mobiltelefon an jeden zu übermitteln den es interessiert und an jeden anderen auch (Gruß an Bernie an dieser Stelle).
Doch was haben wir davon, immer alles und überall zu können was wir sonst nur unter der Voraussetzung von [hier techn. Hürde einsetzen] konnten? Wird dadurch besser, was wir können oder tun? Gewiss nicht, aber es wird aktueller und interessanter als zuvor und in einigen Fällen bewegender. Jetzt tut mal bitte nicht so als hättet Ihr den Satz “Nie hat man eine Kamera, wenn man eine braucht..” noch nie gehört oder seid nie auf die Idee gekommen, jemandem einen akustischen Gruß über das Telefon zu schicken, wenn ihr auf einem Konzert wart und der Empfänger gern dabei gewesen wäre aber nicht konnte. Es gibt eben viele Momente die wir in unserem Leben gern teilen. Und die Möglichkeiten das zu tun, haben sich auf ein ganz neues Level gehoben. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Besser werden wir alle nicht dadurch, aber vielleicht lernen wir so schneller voneinander und können von dieser Wissensautobahn profitieren.
Aber genug drumherum. Ich habe ja vor einer Weile mein Telefon abgeschafft. Der scheinbar günstige Zeitpunkt dafür entpuppte sich als schlecht gewählt. Wenige Tage später landete ich dank meiner Beingeschichte im Krankenhaus und das Telefon war das einzige Mittel mit dem Rest der Welt den Kontakt nicht zu verlieren (auch wenn es etliche Stunden am Tag still war). Mittlerweile habe ich mir wieder einen Base-Anschluss besorgt und eine Internetflatrate (für die Hosentasche) – warum? Ganz einfach – ich benutze gern SMS zwecks Koordination von Unternehmungen und will mir demnächst ein Gerät organisieren, mit dem ich Wikipedia und Google in der Hosentasche mit mir herumtrage – wenn ich eins nämlich noch weniger leiden kann als nervige und lästige Telefonanrufe (die sich mein Umfeld über die Jahre erfreulicherweise fast gänzlich abgewöhnt hat ^^ ) dann ist es das Gefühl irgendwas nicht nachschlagen zu können, daß mir irgend ein Detail entfällt und mir keine Ruhe mehr lässt, etc. Das Wurmen. Gruselig. Ein weiterer Grund ist die Erledigung von Papierkram, Ämtergängen, Anrufen bei Bank und Krankenkasse und Versicherungen oder dem Pizzaboten – etwas ärgerlich, wenn man kein Festnetztelefon hat. Letzteres hätte allerdings noch mehr Nachteile ohne die Vorteile, also lasse ich es lieber ganz weg.
Der negative Nebeneffekt von einem Telefon war.. *hust* absehbarerweise die Möglichkeit wieder belästigt zu werden. Aber damit werd ich wohl leben müssen – Lautlos ist es erträglich. Dauerlautlos ist es dauererträglich. Wenn ich nicht ständig vergessen würde es aufzuladen oder aus dem Auto mitzunehmen, wenn ich aussteige. Also an alle die hofften, mich besser erreichen zu können: Vergesst es. Was für ein Endgerät in den nächsten Monaten mein Eigen wird, ist noch nicht klar – aber ich will was von HTC und das wenn machbar mit Android. Nokia rühr ich aus Prinzip nicht mehr an, nicht nach dem “Lex Nokia” was sie in FIN abgezogen haben. Das Touch Pro 2 ist natürlich ein schickes Ding, aber für den oberen dreistelligen Bereich fehlt mir im Moment die Kauflaune, vor allem weil es eben “nur” ein Gerät ist – Geräte, egal wie gern ich sie mag, fallen bei mir unter die Kategorie “Gebrauchsgegenstände” und sind somit unweigerlich von Verschleiß bedroht usw. Ich glaube, da bin ich mit dem HTC Tattoo besser beraten, auch wenn es Displaytechnisch hinter dem Touch Pro2 und dem Touch HD liegt von Auflösung und Qualität. Naja, wir werden sehen was das noch wird. Ich will ja schließlich keinen Rechner für die Hosentasche.
Diesen habe ich nämlich schon. Dank eines kleinen aber unheiligen Deals mit meinem Dad habe ich sein 1 Woche altes Netbook aus dem Hause Asus übernommen. Für die Geeks, es handelt sich dabei um einen Asus eeePC 1000HG. An der Stelle kam bei mir natürlich auch die Frage nach dem richtigen OS dafür auf. Wie schnell die XP-Home-Version da die Fliege gemacht hat, könnt ihr euch sicher denken.
Und als erstes testete ich Xubuntu, kam aber mit dem auf mich etwas rückständigen xfce nicht klar, da war ich schon zu sehr KDE-verwöhnt. Als nächster Testlauf war eeebuntu griffbereit. Leider steckt es noch in der Alpha-6 Phase und ist noch nicht mal für Tester so richtig einsatzbereit, also auch runter damit. Dann war das Ubuntu 8.10 mit KDE 4.x der nächste Versuch, war aber recht langsam und stellte sich ungewohnt hölzern an. Dann erzählte mir Kosta von Moblin, einem speziellen Linux für Netbooks. Klang gut und sah gut aus, ich installierte und testete hier und da und musste feststellen: Das ist die perfekte Netbook-Umgebung. Für Menschen die ihren Rechner nicht konfigurieren können und auch nicht erwarten, daß er mehr kann als ein Mobiltelefon, mit festgelegten Routinen. Daraufhin probierte ich es mit EasyPeasy – auch was für Netbooks entwickeltes, es ließ sich jedoch leider nicht installieren und Unetbootin, ein Programm welches aus so ziemlich jedem Datenträger eine bootbare Linux-Install-Version machen kann, hat ihn nicht fressen wollen. Nach einigem hin und wieder her, einem Test mit dem KDE 3.5 und anderen Faxen, habe ich zu guter letzt gewagt, das nagelneue Ubuntu 9.10 draufzuspielen.
Der karmische Koala ist in Verbindung mit GNOME sparsam an Ressourcen und lässt doch nichts missen. Ich brauchte zwar einen Moment um mich auf den Gnom umzustellen, aber alles in allem war das ein winziger Schritt entgegen der Gewohnheit, dafür umso mehr ein Schritt nach Vorn für die kleine Kiste. Unter uns gesagt, ich glaube Plasma killt die Ressourcen bei KDE, die ein solcher Minipc nicht zur Hand hat, aber das ist nur eine Vermutung.
Ich wurde mit Rhythmbox nicht wirklich warm und holte mir stattdessen Exaile, die Gnomversion von Amarok, wenn man so will. Ein bißchen hier was einrichten, ein bißchen da was konfigurieren, aber es läuft wie geschmiert. So viel erstmal dazu.
Hail to the Kingdom of Steel!
Brother Arnoc
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Week 45..
8.Nov.2009 | 21:21 Uhr
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..und wieder gab es so manches Konzert zu bestaunen. Zunächst stand für den Mittwoch Samsas Traum mit der “13 Jahre lang dagegen – Anti bis zum Tod” Tour in der Batschkapp auf dem Programm. Da das mein erstes ST-Konzert werden sollte, ich aber schon von verschiedenen Seiten gehört habe wie klasse das Live loszieht, war die Vorfreude um so größer. Das Publikum in der Batschkapp war sehr gemischt, der Altersdurchschnitt unerwartet niedrig und den meisten Gestalten sah man (ja, ich als alter Konzertveteran darf das ganz großkotzig behaupten) ihre noch nicht allzu umfangreiche Konzerterfahrung an, jedoch war auch der ein oder andere alteingesessene Schwarzträger bei dem es genau andersherum wirkte. Interessant sind bei den unterschiedlichen Leuten dann immer die Gesichtsausdrücke und Reaktionen auf Songs und Mikrosituationen in denen sie sich von Moment zu Moment wiederfinden.
Ein Spaß das zu beobachten. Weniger Spaß hatten wir mit der Vorband. Eine Truppe die sich Alight nennt und von der Musik her recht passend zu sein schien, als jedoch die Sängerin mit ihrem Organ begann die Botanik zu beschallen, kräuselten sich mir die Zehennägel bis zum Unterkiefer. Nicht nur, daß die Vocalines völlig schief und schepp wirkten, gänzlich mit der Musik disharmonierend – die Stimme hatte etwas von der “Käsereibe des Friedens” aus Munchkin, nur ohne den Aspekt der Ruhe in dem Wort “Frieden”. Man quälte sich durch wenig abwechslungsreiche Songs die allesamt durch die Bank weg klangen als wäre die Sängerin nicht eingeplant gewesen, aber keiner hätte sich getraut ihr das Mikro wieder abzunehmen oder die Gnade besessen ihr den richtigen Song auf den Monitor zu legen. Ein Trauerspiel in mehreren Akten. Meine armen Ohren!
Als es dann nach kurzer Umbaupause soweit war, daß Mr. Alex K. die Bühne betrat und sein Orchestrarium loslegte war das aber schon so gut wie vergessen. Das Publikum sang und feierte mit, Alex witzelte auf die von den Live-Tracks gewohnte Art durch die Ansagen und es gab ein schönes Abrocken ganz und gar wie man es sich vorstellen konnte. Natürlich waren die Gesangseinlagen des Publikums, allem voran bei Endstation Eden und Stormausfall im Herzspital, eine willkommene Gelegenheit kurz die Augen zu schließen und sich von der Welle der Worte überrollen zu lassen – einfach herrlich.
Doch dann folgte des Trauerspieles Nachspiel! Das vorhin bereits erwähnte Engelsstimmchen (..man sieht fast schon den Tunnel am Ende der Lichter und hört die Engels singen, und die Marx natürlich auch.. aua mein Hirn.) wurde doch tatsächlich auf die Bühne gepackt und durfte in bühnenheißem Fieberwahn ihr Schlimmstes mit dem “Satanshimmel voller Geigen” und der “Sterbenden Liebe” anrichten. Na herzlichen Dank. Beim ersten Song im Duett zwischen Engel und Dämon (Nein, wie passend zum eigentlichen Lied..) war noch nicht ganz klar, um welche Sprache es sich handelte, was die Frau da von sich gab. Nach einigem Beratschlagen konnten wir Esperanto ausschließen und entdeckten beim zweiten Versuch mit 70% Wahrscheinlichkeit Italienisch. Abgesehen davon, daß sämtliche mitsingenden Fans durch ihre kakophone Darbietung “in a tongue man is not supposed to hear” (ein Zitat von H.P.Lovecraft kommt bei solchen Gelegenheiten immer gut) derart verwirrt bis entgeistert waren, daß sie aufhörten und der Sängerin ihre Parts überließen, war es eine *hust* willkommene Abwechselung zum Erwarteten Programm. -.-
Doch ließen wir uns davon nicht weiter entmutigen und feierten munter weiter, genossen einen erfrischenden Wechsel von schnellen Songs á la Für immer und Midtempo Nummern in akustischer Interpretation dessen was ich als den “galanten Elefanten” bezeichne, der für diese Band so typisch ist, bzw. den sie derart Perfektioniert hat. Ein schönes Konzert, gen Ende gab es noch gewünschte Lieder, u.a. Thanatan und Athanasia, ein paar kühle Drinks und draußen ein paar erfrischende Tropfen Himmelsnass im Kontrast zu der klammen Hitze, die sich im vorderen Bereich der Konzerthalle entwickelt hatte.
Toller Abend. Schöner Gig. Gern wieder.
Hail to the Kingdom of Steel!
Brother Arnoc
Hier ein paar Bilder des Abends:













































































