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Endgültiger Umzug

Hallo Leute!

Ich mache mein LJ jetzt nach vielen vielen Jharen rebloggens meines OFSTEEL.NET Blogs endgültig dicht. Besucht mich doch auf dem mittlerweile völlig überarbeiteten Blog unter http://www.ofsteel.net und lest dort, wie es in meinem Leben weitergeht.

Danke für alles, Livejournal.

Greets,
Brother Arnoc
pic#wolfeneye

Auszeit

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Wie Ihr sicher gemerkt habt, komme ich hier nicht mehr so richtig zum Schreiben. Vor allem im Hinblick auf die Migration auf das neue System und Theme müsste ich dann alles was ich hier niederschreibe nochmal händisch anfassen – also doppelter Aufwand. Ich werde lieber noch ein bis zwei Monate Stille in Kauf nehmen und dann im neuen Look ‘n’ Feel mit dem überarbeiteten Ding in die Vollen hauen als die Portierung auf Sparflamme zu senken, nur um hier zeitlich mitzukommen.

Just for Info.

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Hang Your Bed 2012

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Und wieder ist ein Jhar rum und es wurde Zeit, sich zum Bang Your Head aufzumachen. Dieses Mal ließen sich die Kölner leider mangels sie bewegendem Billing nicht davon überzeugen, an den Festlichkeiten in Balingen teilzunehmen und auch Suffix ist arbeitsbedingt abgesprungen – also waren wir zu viert: Jokey, Göhrk, Arthur und meine Wenigkeit. Außer mir war bisher keiner auf dem BYH gewesen und so ließen sie sich von der angenehmen Atmo und der schönen Stimmung positiv überraschen.

Im Gepäck hatten wir die Black Pearl – ein Getränk, welches aus Cola, Bacardi Black und Limettensaft zusammengerührt und auf Eiswürfeln serviert gehört. Selbige war dann auch dafür verantwortlich, daß wir uns am Donnerstag – wo Majesty, Freedom Call und einige andere das Fest eröffneten – derartig aus den Latschen schossen, daß der Freitag mit dem Zusammensammeln unserer Knochen, Innereien und Erinnerungsfetzen begann. Es war wie immer ein Fest Majesty zu sehen und obwohl Tarek mittlerweile der einzige gewesen ist, der von der Ursprungsbesetzung noch übrig war, haben die Jungs gut gerockt. Freedom Call legte noch ein wenig mit guter Stimmung nach und spätestens bei Bonfire wusste ich nicht mehr allzu genau was Phase war. Ich weiß nur noch, daß ich mich vor Jon Oliva’s Pain (der den anderen zufolge ordentlich aus der Sirens-Zeit aufgetischt hat) aus der Halle verabschiedet habe, um am Zelt was zu kochen, damit wir uns vorm Schlafengehen etwas stärken konnten.

Das ganze endete damit, daß ich bis kurz nach halb vier unser Camp suchte. Denn als wir aufbauten, war es immernoch hell und um uns herum gabs jede Menge Platz – als wir wiederkamen, war es stockfinster, alles sah gleich aus und die Black Pearl verursachte ordentlich Seegang. Irgendwann, nachdem ich von Gruppe zu Gruppe torkelte, mich durchfragend, anstoßend und durch und durch verwirrt, stieß ich auf einige aus unserer Truppe, die auf dem Rückweg zu sein schienen. Erik und Tanja waren uns bereits vorher schon am Campground begegnet und hatten diesmal den Rest meiner Leute im Gepäck, also schloss ich mich an in der leisen aber irrigen Hoffnung, sie wüssten wo wir zelten. Wir brauchten noch eine ganze Weile und verloren unterdessen den Göhrk zwei Straßen weiter. Ich hatte mir aus irgendeinem Grund gemerkt wo er war und unterbrach später meine Carbonara-Bemühungen um nochmal nach ihm zu sehen. Der Rest des Abends ist einfach beschrieben: Essen, Schlafen.

Am nächsten Morgen gabs erstmal tactical Bacon (“tactical” weil wir ihn dabei hatten) und Rührei. Danach kam Kaffee auf den Plan und ich goss mir erstmal eine Cola ein – aber Deja Vu, es war die Black Pearl und damit war der zweite Tag eingeläutet. Wir shuttleten uns zum Battleground, sahen uns Powerwolf an und schauten uns bei den Ständen um, Souvenirs, Shirts und so weiter. Einige Bands später ging es zurück auf den Platz und wir machten es uns einigermaßen gemütlich – der Rest des Billings vom Freitag war nur bedingt interessant genug um die Mühe zu wagen, da nochmal aufzuschlagen und zu allem Überfluss hat es bereits begonnen zu schiffen wie aus Eimern. Aber das war nicht so dramatisch, denn der Abwasch ging einem dafür um so schneller von der Hand. Der Garnelensalat war übrigens ausgezeichnet!

Am nächsten Morgen war es wieder etwas sonniger und nachdem wir die letzten Nahrungsbestände vergrillt haben, etwas Ziegenkäse im Speckmantel, sowie Baguettes, packten wir unsere sieben Sachen zusammen und sahen zu, daß wir den Quatsch wieder ins Auto bekamen. Bei dieser Gelegenheit bauten wir auch den Pavillon ab, der an jenem windgeplagten Morgen überraschend noch stand. Es war auch so windig, daß wir noch nicht einmal Kaffee machen konnten! Göhrk nutzte die Gelegenheit, um ein Windspiel zu konstruieren, welches wir dann mit Gestängeresten über unsere Häupter erhoben. Danach gings runter vom Camp und rauf auf die Parkplätze beim Messegelände – wir guckten uns noch Primal Fear an und wanderten etwas umher, machten uns aber noch vor den Hauptacts vom Acker – der Donnerstag steckte uns noch immer hart in den Knochen und ich hatte ja meine große Odyssee vor mir und wollte sie nicht völlig zerschreddert beginnen. Aber geil wars auf jeden Fall!

Brother Arnoc

01-Ready_to_roll
02-Arrived_at_camp
03-Lets_get_going

04-Soon
05-Majesty
06-Goehrk

07-Freedom_Call
08-Bonfire
09-Hero

10-Goehrk
11-LordDagor
12-Arnoc

13-Camp
14-Powerwolf
15-Powerwolf

16-Relaxing
17-Prawn_Salad
18-Coaled

19-Wind_Machine
20-Growing_Wind_Machine
21-Axxis

22-Battleground
23-Primal_Fear

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Ein kleines Update zur nahenden Jharesmitte

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Nach vielen Stunden mühseligen Copypastings, endlosen Umkategorisierungen und Verschlagwortungen, ist nun etwas über ein Drittel des Archivs umgezogen. Mit 191 Posts ist das Jhar 2006 in die neue (und noch nicht einsehbare) Umgebung portiert worden. 302 Bilder fanden ihren Platz in 32 Gallerien, die sich auf 4 Alben verteilen – der Rest der Pics fand direkt in die Posts oder geriet unter die Räder.

Außerdem haben sich einige fragmentierte Berichte (zB das vom BYH 06) in einen Beitrag zusammenführen lassen, somit sind die Zahlen und Statistiken nur noch bedingt repräsentativ. Was richtig spaßig wird, wird die ganzen Comments mit umzuziehen. Von den Ping-/Trackbacks ganz zu schweigen. Link-Kontrolle und Theme Umbau.. boah, ich glaub das geht noch bis Ende des Jhares. Zumindest fühlt es sich so an.

Aber gut, daß es wenigstens Fortschritte gibt. Ich halte Euch auf dem Laufenden!

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Waldluft und Sonnenschein..

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..oder “wie das Wetter besser wurde”. Der April war meteorologisch in Frankfurt größtenteils von Unentschlossenheit geprägt. Zu seinem Ende hin wurde er jedoch freundlicher und stabiler, so daß ich dann im Mai einige Tage Auszeit in Form eines Brückentages genießen konnte. Kiki kam für das lange Wochenende runter und wir hatten ein schönes und umfangreiches Programm.

Wir besichtigten den Opel Zoo (in dem ich seit meiner Kindheit nicht mehr war) und sahen Viecher aller Art: von Eule bis Luchs, von Strauß bis Giraffe war so ziemlich alles dabei. Die Megasheeps im Streichelzoo versuchten Kiki die Haare abzuknabbern, als sie die Futterdose vor ihrem Ansturm in Sicherheit bringen wollte, rempelten und rüpelten rum, ließen aber ab als die Nahrung plötzlich alle war. Unverschämte Kreaturen! Wir lachten noch einige Emus aus, sahen Kolkraben beim Fressen zu und beobachteten basiliskenverwandte Echsen beim regelmäßig wiederholten Umfallen.

Am Samstag ging es dann nach Strasbourg zum Kaffeetrinken. Ein Spaziergang durch die gut besuchte Altstadt, Souvenirshops und ein Café am Rande des Wahnsinns. Wir deckten uns im Supermarkt und in der Konfiserie mit Köstlichkeiten ein, verliefen uns in der Fußgängerzone auf der Suche nach dem Auto und picknickten schlussendlich am Rheinufer auf der deutschen Seite, als wir den Rückweg antraten. Ein toller Tag war das, ein schöner kleiner Ausflug!

Den Sonntag verbrachten wir – dank Übervölkerung im Grüneburgpark – in einem kleinen Waldstück in der Nähe von Neu Isenburg, Kiki barfuß durchs Wasser, ich mehr oder weniger kletternd am Ufer. Wir sahen gespenstische Pflanzen, schöne Wiesen auf Lichtungen und lasen das eine oder andere interessante Schildchen. Ich war schon lange nicht mehr einfach mal so im Wald und hatte fast vergessen, wie gut das tun kann, einfach nur Natur und Ruhe um mich zu haben.

Hail to the Kingdom of Steel!

Brother Arnoc

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Finish him!

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Vier Tage Finnland bringen gut Ruhe in den Alltag, heißt es. Freunde der Familie haben ein Haus in Karelien, etwas über 200 km von St. Petersburg entfernt und haben uns eingeladen auf ein langes Wochenende vorbeizuschauen. Wir planten noch eine kleine Rundfahrt durch Helsinki dazu und reisten an.

Die Hauptstadt von Suomi-Land wirkte sehr paneuropäisch auf mich. Ich hatte den Eindruck, es sei von Ecke zu Ecke eine andere Metropole zum Vorbild genommen worden, hier Prag, da Berlin, da Madrid – sehr ungewöhnlich. Alles in allem ist die Stadt aber so ruhig wie man es von Finnen und ihrem Gemüt generell kennt – alles ist mehr oder weniger relaxed, vom Straßenverkehr bis zum Supermarkt. Wir erklommen einen Hügel und schauten uns eine minimalistische, aber durchaus eindrucksvolle Kirche an, spazierten ein wenig und ließen uns ob des Hungers in einem Restaurant nieder in dem es rustikale finnische Spezialitäten gab. Das Ambiente war überaus sympatisch und sowohl das Essen als auch die gesamte Ausstrahlung hatte etwas sehr gemütliches. Entfernt erinnerte es mich an den “alten Germanen” in Altsachs oder an die mittelalterliche Gaststube in Carcassonne, zumindest von der Intensität des Ortes her.

Wir speisten fürstlich und für skandinavische Verhältnisse überraschend günstig und fuhren dann weiter, besuchten die “Kirche im Stein” – ein recht modernes und eher an einen Saal erinnerndes in einen Felsen gehauenes Gotteshaus und verließen nach einigen weiteren Sehenswürdigkeiten die Stadt ostwärts. Einige Stunden später zierten endlose Seen das Landschaftsbild und Birkenwälder umrahmten die Straße, so weit das Auge reichte.

In dem Haus unserer Gastgeber angekommen, belegten wir erstmal die vorgesehenen Räumlichkeiten und richteten ein Abendmahl an. Zu dem – wie bei Russen üblich – ordentlich nachgeschenkt wurde. Der Abend wurde dann ob dessen auch etwas länger und die Gespräche mit dem Herren des Hauses meinerseits verlegten sich irgendwann auf den Balkon, wo wir hervorragende Tabakwaren mit gutem russischen Rachenspritt im Wechsel kombinierten. Die Kopfschmerzen am Morgen waren vorhersehbar gewesen, noch bevor wir die Augen schlossen des Nachts. Die Nächte selbst sind dort eigenartig kurz – bereits um vier Uhr morgens war die Dämmerung nicht nur da, sondern bereits in vollen Zügen ausgeprägt.

Irgendwann gegen Mittag schleiften wir unsere müden Knochen in den Aquapark in der Nähe – irgendwas zwischen Erlebnisbad und Saunakomplex. Entspannend und wohltuend, vor allem nach der langen Nacht. Leider hatte uns das gute Wetter was wir mitgebracht hatten schnell wieder verlassen und es kühlte auf 7-9°C runter, frischte mit Wind auf und nahm uns zumindest teilweise den Enthusiasmus, endlose Spaziergänge durch die wirklich beeindruckende Natur zu begehen.

Die Tage die folgten waren vom Verlauf ähnlich und da derer ja nicht viele waren, überlasse ich es den Bildern einen kleinen Eindruck zu hinterlassen. Was zu Finnland generell noch zu sagen wäre – die Natur, Luft und alles, ist sehr imposant, aber verglichen mit den meisten anderen skandinavischen Ländern passiert dort wirklich nichts. Und mit nichts meine ich noch weniger als in Norwegen nach Dunkelheitseinbruch in einem Holzfällerdorf an einem Fjordhang. Es gibt zwar sicher – wenn man sucht – die eine oder andere sehenswerte Tour, aber die “Action, der man sich anschließen kann” sucht man hier vergeblich. Die Kulisse lädt zwar zu allerhand Wassersport, Angel- oder Wandertätigkeit ein, insofern ist es durchaus möglich sich zu beschäftigen, aber ich hatte nicht unbedingt den Eindruck, daß die Bewohner besonders unternehmungslustig wären. Da hatten wir bei kälterem Wetter in Schweden definitiv wesentlich mehr an Optionen und die Leute wirkten nicht ganz so tranquilisiert. Aber die Sprache ist sehr süß und abgehackt, auf eine skurrile Weise erinnert sie mich an Holländisch, nur wenn man Ladeprobleme beim Audiokanal hat, mit diesen Konsonantenbetonungen. Ich weiß, eigentlich ist sie eher mit Magyar verwandt, also dem Ungarischen – aber dafür sind mir da doch zu viele Umlautääääää drin. So viel dazu.

Hail to the Kingdom of Steel!

Brother Arnoc

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Six years

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Wieder ein Jhar rum – schneller als gedacht, sehr actionhaltig und voller Reisen, Mythen und Abenteuer. Ich danke Euch erneut, meine lieben Leser für die Begleitung und Teilhabe auf diesem interessanten Weg!

Zu den Neuigkeiten – die Portierung meines Blogs auf die sichererererere Maschinerie mit dem neuen HTML5/CSS3 WordPress-Theme, neuen Kategorien und einer Galeriefunktion läuft zwar langsam, aber stetig. Mittlerweile sind über 120 Beiträge von den insgesamt 540 portiert, dutzende Alben angelegt und Kategorien. Die neue Nutzersteuerung ist eingerichtet und die Stammleser bekommen über kurz oder lang ihre Accounts für meine Seite ausgerollt. Aber erst wenn alles umgestellt ist, natürlich.

Was mich alles in allem zu einer wichtigen Frage führt: Wie soll das Redesign meiner Optik aussehen? Werde ich im bisherigen rot-schwarzen Stil bleiben – oder sollte ich ob der Anpassung auch etwas eher angemessen stählernes nehmen? Ich glaube, so wie sich alles ändert, werde ich die Optik auch nachziehen – Riffelblech-Stahlplatten, gelb-schwarzes Warntape, blutverschmiertes Glas, etwass mehr Tech, etwas mehr Rundown, etwas weniger Schmiedekunst.

Es bleibt spannend! Hail to the Kingdom of Steel!

Brother Arnoc

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Die erlauchteste Republik..

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..Venedig. Nun, heute kein Stadtstaat mehr, aber nicht minder Eindrucksvoll liegt diese Perle des Mittelmeers in Stein und Holz auf Wasser. Historische Gebäude zieren an jeder Ecke auf protzigste Art und Weise das Stadtbild. Bemerkenswerte Architektur, die an “Megalomanie light” erinnert. Was mich umgehauen hat, war die Stimmung, die Geräuschkulisse und der Geruch der Stadt nach Küste.

Ich kannte die Plätze und Paläste nur aus der Sicht von Ezio Auditore da Firenze, die Gebäude, Fassaden und Kanäle nur aus einer Vielzahl von Stunden vor AC2. Und doch erkannte ich erstaunlich viel wieder, wusste ca wo rum man gehen musste, sah fast schon den Medicus an der Ecke vorm Wasser stehn und seine frisch gefangenen Egel anpreisen und hatte mehrmals mit dem Verlangen zu kämpfen an einer Kirche oder einem anderen typischen Gebäude einen Satz nach oben zu machen. Richtig krass wurde es mit den Flashbacks im Halbdunkel als ich über die Piazza San Marco schritt und die Kirchenglocken loslegten. Spooky. Klinge, Gurt und Haube fehlen mir in solchen Momenten – da brauch ich nicht mal den Animus.

Unsere illustre Reisegesellschaft bestand aus zwei Clans, von meinem war noch mein Großvater und meine Mutter dabei, diese hatte ihre Freundin Lena aus Russland geladen, die mit ihrer Nichte Katja und ihrer Tochter Olessya im Gepäck anreiste. Die anderen waren wohl schon einige Tage vor Ort und empfingen uns in unserem Hotel als wir ankamen, dann gabs erstmal ein Wiedersehensfestmahl und einen nächtlichen Stadtspaziergang, bevor wir im Steampunkartigen Fahrstuhl in unser vor Jugendstil triefenden Zimmerchen einkehrten.

“Ah, Venedig!”
— Indiana Jones

Am nächsten Morgen schauten wir uns im Dogenpalast um und besuchten die Basilica di San Marco, bevor wir unser Zeug zusammenrafften und in einem Wassertaxiboot zu unserem Kreuzfahrtschiff – der MSC Musica – aufgebrochen sind. Das Schiff war von beeindruckender Größe und die Menge an Passagieren war auch nicht ohne – wobei ich sagen muss, daß ich überrascht war so gemischte Altersschichten zu sehen, hatte ich getreu dem Klischee doch eher die mobilen Rentnereinsatzkommandos erwartet. De facto war der Altersschnitt aber eher um die mitte Dreißig. Das Schiff sollte für die nächsten Tage und Nächte unser Zuhause sein, wir legten am frühen Abend ab und setzten Kurs auf Bari in Süditalien. Nach Bari sollte es in Richtung Kroatien gehen – zuerst Split, dann Dubrovnik, dann wieder zurück nach Venedig. Auf dem Schiff selbst gab es allerhand Möglichkeiten sich die Zeit zu vertreiben, sei es Swimmingpool, Tischtennis, zahllose Lounges und Bars, Restaurants und Wellnessbereiche, Fitnessräume oder (auf offener See) das Kasino. Am Abend gab es noch Achtern eine ziemlich lahme Disko mit einem grauenvollen DJ, Mitternachtshäppchen vor den kleinen Bühnen wo Unterhalter verschiedener Art ihre Kunst zum Besten gaben oder aber den edel anmutenden Theatersaal. Ich bevorzugte jedoch mit Musik auf den Ohren meine Kreise quer durchs Schiff zu ziehen. Ich beobachtete die Passagiere, verwirrte das ohnehin etwas konfuse Personal, schaute raus auf die See oder setzte mich irgendwo hin und las ein wenig.

Bari war ein einfaches Städtchen mit süditalienischem Charme, einigen mittelalterlichen Bauten und von überschaubarer Größe. Es gab zwar hier und dort etwas zu sehen, aber verglichen mit der Perle der Adria und den beiden Städten die noch vor uns lagen, war es fast schon erschreckend ereignislos. Wir spazierten ein wenig durch die Stadt, fanden uns aber schon recht bald auf dem Schiff wieder und dort ging der Alltag weiter. Das Wetter war durchgehend wechselhaft – die See blieb zwar alles in allem ruhig, aber der ständige Wechsel zwischen Regengüssen und brütender Sonne war ein wenig unbequem, vor allem weil nicht ganz klar war was man an Kleidung wählen sollte, wenn man sich auf den Landgang begab. Immerhin hatte man ja kaum Lust Jacken und Schirme ständig mit sich herumzuschleppen, während die Sonne einem das Hirn zu braten beschloss, aber auch nicht tropfnass durch die Meeresbrise eine Erkältung für den Rest des Urlaubs einzufangen, weil man sich vor dem Regen nicht retten konnte. Gut, das sind zugegebenermaßen alles Probleme die ich nicht so wirklich hatte, aber meine Reisegefährten dafür um so mehr.

Das Personal an Bord war irgendwie seltsam. Die meisten die was zu sagen hatten, schienen Italiener zu sein, genauso wie die Kellner in den beiden gehobeneren Bordrestaurants (unserer sah dem T-1000 aus Terminator 2 so erschreckend ähnlich, daß sich Olessya immer wieder gruselte, wenn er ihr etwas metallisches in die Nähe legte, zumeist handelte es sich um Besteck). Die anderen waren größtenteils Inder, Philipinos und Brasilianer, größtenteils englischsprachig, ihr Italienisch konnte ich nicht einschätzen, aber ihre offensichtlich von Mängeln gezeichnete Servicefähigkeit durchaus. Sie erweckten allesamt den Eindruck als hätte man sie zu Niedriglohn irgendwo aufgegriffen, sie in einen 3-Tages-Kurs gestopft á la “So bedient man Urlauber” und danach in eine Uniform gezwängt, damit sie ins Bild passen. Das ganze war für das Image des immerhin vier Sterne Kreuzfahrtschiffes eigentlich unhaltbar, nett lächeln beim vorbeigehen ist eins, aber verlogen, unhöflich, aufdringlich und unfähig sein was vollkommen anderes. Ich will sie jetzt nicht alle über einen Kamm scheren, einige waren durchaus okay, aber der Grundtenor war eben beschriebener und je länger wir unterwegs waren, desto bockloser schienen sie ihren Aufgaben nachzugehen. Da sie allerdings vermutlich alle zu verhältnismäßig miesen Konditionen und ohne große Schichtenpausen oder freie Tage in den unteren Decks untergebracht waren, ist natürlich nicht überraschend, daß sie nach einer Weile etwas gereizter wirken als gut wäre, ich beneide sie keineswegs um ihren Job, das ging bestimmt an die Substanz – wobei der Cruiser und die Company vermutlich nicht ISO 9001 zertifizierte Arbeitgeber sind, also was will man erwarten..

Wir kamen in Split an, besichtigten einige historische Bauten und bummelten über die Strandprommenade. Ein köstliches Mittagessen später waren wir bereits wieder auf dem Schiff, Opa war nicht mehr allzu lauffreudig und das Wechselwetter setzte ihm offenbar mehr zu als den anderen. Gegen Abend legten wir auch wieder ab, abermals mit Kurs Richtung Süden, und ich verbrachte den Rest der Nacht im Kasino, wo ich nach Lemmy-Art zu Werke ging: Jack-Coke plus einarmiger Bandit, dazu Rock’n'Roll. Ich verzockte einige Euronen, gewann natürlich auch ein paar Klimpermünzen, verlor sie aber wieder größtenteils. Ich denke sollte es mich je wieder in ein Kasino verschlagen (war jetzt das erste Mal in einem zum Spielen, nicht zu besuch), werd ich einen Automatenwechsel einführen, ich glaube die sind darauf getrimmt, einen erstmal verlieren, dann gewinnen und dann endlos verlieren zu lassen. Hätte ich zB diese Strategie beibehalten und wäre nach dem Gewinn zum nächsten gezogen und recht gehabt, hätte ich nach den ersten drei meinen Einsatz bereits raus und verdoppelt gehabt. Aber ich glaube genau auf solche Illusionen bauen die Dinger – am Ende gewinnt immer das System mit ihren funkelnden Lichtern und ihrem spiegelndem Chrom. Wenns wirklich so einfach wäre, würde es sich nicht lohnen so ein Kasino überhaupt aufzumachen und es hätte sich herumgesprochen. Da bleib ich lieber bei der Glücksspirale, da krieg ich meinen Einsatz wenigstens alle Nase lang zurück. If you want to gamble..

In Dubrovnik früh morgens angekommen, schlenderten wir durch die Stadt, besuchten abermals einige alte Kirchen, streiften durch enge Gassen und ließen uns schlussendlich in einem Café nahe der Fußgängerzone nieder. Wir hatten nicht besonders lang Aufenthalt, aber immerhin war genug Zeit den Stadtkern zu besichtigen und einen Eindruck der Stadt zu erhaschen. Es ging jedoch bereits in den frühen Abendstunden zurück aufs Schiff, gegen 17 Uhr verließen wir nämlich wieder den Hafen in Richtung bella Venezia. Der Rest der Fahrt war in etwa wie die Zeit zuvor, nur mit dem Unterschied, daß ich mittlerweile etwas unruhig wurde und sich zwar keine Klaustrophobie breitmachte, mir aber das Schiff mit seinen Freizeitangeboten ein wenig geistig zu eng wurde.

In Venedig selbst hatten wir noch zwei weitere komplette Tage bis es zurück in die Heimat gehen sollte – die verbrachten wir mit der Jagd nach Souvenirs, dem Speisen in hochqualitativen Gaststätten und natürlich singend und albernd in den kleinen Gässchen zwischen den Häusern. Ein weiteres unglaubliches Erlebnis dort, war das winzige private Kammertheater “Musica a Palazzo”, welches wir besuchten. In einer Seitengasse parallel zum Canale Grande gab es einen beeindruckenden Altbau/Palazzo, dessen obere Wohnung zu einer mehrzimmerigen Kulisse ausgebaut wurde – jeder Raum ein anderer Akt, gerade mal einige wenige dutzend Zuschauer und hochtalentierte und hervorragend ausgebildete Sänger und Musiker boten uns “La Traviata” – ein Genuss, in den ich in dieser Qualität noch nicht gekommen bin, höchstes artistisches Niveau. Ließ mich echt sprachlos! Die Atmosphäre war einfach unglaublich.

Hail to the Kingdom of Steel!

Brother Arnoc

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Grass and Bones

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Der Märzurlaub ist immer wieder ein Vergnügen – das Wetter ist seit langem mal wieder brauchbar, man kann sich Zeit für die wirklich wichtigen und schönen Dinge im Leben nehmen und einfach mal die Seele baumeln lassen. Kiki kam für einige Tage runter nach FFM und wir verbrachten sie auf der Couch bei Game of Thrones, in der Küche bei Kaffee, sowie im Palmengarten und Senckenbergmuseum. In letzterem ist im Moment eine tolle Ausstellung mit allerhand achtbeinigem Getier, viele von ihnen wie ich sie auch habe, aber auch so manches eher seltenes Exemplar.

Einige tolle Tage später, sattelten wir das beräderte Pferd und nahmen Kurs auf Norden, um einige Tage HH zu genießen, bevor es mich weiter nach Aukrug-Homfeld verschlagen würde, wo ich bei Thorsten und Anne zu gastieren und meinen Geburtstag zu feiern gedachte. In Hamburg picknickten wir nächtens, kochten leckeres Zeug und genossen die Zeit.

Am Montag ging es weiter landeinwärts für mich und ich traf Thorsten wieder mal/wie immer am Real/Freesen-Center – old habits die hard, it seems. Wir versorgten uns mit dem nötigsten und fuhren in die bereits umgebaute Stube. Seit meinem letzten Besuch hier hat sich sehr viel getan und der Platzzugewinn war durchaus beeindruckend, bei gleichbleibender rustikaler Atmosphäre. Der Rest der Woche ging in einem Strudel aus Bacardi Oakheart, Jack, Borderlands und Kochsessions unter und lässt sich chronologisch nicht mehr aneinanderreihen.

Am Vortag meiner Geburtstagsfeier plünderten wir den russischen Mixmarkt und ich begann die Steinpilzsuppe nach dem Rezept meines Großvaters zu kochen. Dort entdeckten wir übrigens die russische Armeekiste aus Holz mit einer Glaskalaschnikov, gefüllt mit Wodka, einer Glasgranate gefüllt mit Kräuterschnapps und Gläsern für nen schlappen 100er. Ich glaube, ich weiß was nächstes Jhar auf den Tisch kommt! Die Feier selbst war ein Festmahl – Wodka mit Häppchen, Steinpilzsuppe, Pelmeni, Kwas, russischem Minenarbeiterbier und einer sehr sahnigen Torte. Einigen Gästen bekam es von der Menge her wohl nicht und sie schliefen nach dem Nachtisch ein, vor allem Corny hatte sich damit den Dr.Ned’s evil paper moustache verdient. Daniel und Dana hatten sich aber wacker gehalten und sind sogar noch fast bis zum bitteren Ende geblieben.

Das Gelage ging noch eine Weile weiter, wir schalteten dann irgendwann den Lemmy-Film ein und redeten noch einige Worte mit dem guten alten Jack, bevor es dann in die Falle ging. Am nächsten Morgen gabs erstmal Kaffee und Kopfschmerztabletten, eine herzliche Verabschiedung und für mich gings dann zurück nach HH, wo Kiki und ich uns wieder ins Freie begaben zwecks Geburtstags-Picknick. *.* Irgendwann danach setzte ich sie wieder zuhause ab und machte mich auf den Weg gen Süden, wo ich auch in den späten Abendstunden ankam. Eine unvorstellbar tolle Zeit, ein unglaublich schöner Trip, tolle Tage – das hab ich echt gebraucht!

Hail to the Kingdom of Steel!

Brother Arnoc

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